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Bitcoins als Online Zahlungsmittel

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Bitcoins

Bei E-Commerce Plattformen gilt die Regel, je mehr Zahlungsmethoden angeboten werden, desto besser. Daher wollen wir heute die Kryptowährung „Bitcoin“ mit diesem Gastbeitrag näher beleuchten und von euch wissen ob ihr Transaktionen über solch ein Online Zahlungsmittel durchführen würdet.

Gastbeitrag von Helgo Eberwein:

Der „Bitcoin“ (BTC) ist die derzeit bedeutendste Internetwährung. Die Möglichkeiten, die sich durch die „Online-Münzen“ für spekulationsfreudige Anleger bieten, wirken scheinbar grenzenlos. Der Kurs für einen Bitcoin notierte zeitweise bereits bei 1200 Dollar und besteht als Parallelwährung zu den klassischen Währungen wie Euro, Dollar oder Yen. Das Hoffen auf schnelle Gewinne lässt die zahlreichen, noch ungeklärten rechtlichen Gefahren vergessen. Der Unterschied zu den klassischen Währungen ist, dass weder ein Staat noch eine Bank für Bitcoins bürgt.

Die Beachtung grundlegender Sicherheitsaspekte und die präventive Gefahrenvermeidung sind beim Umgang mit dieser neuartigen virtuellen Währung oberstes Gebot, damit aus dem Traum des schnellen Reichtums kein Alptraum wird.

Bislang existieren über 14 Millionen Bitcoins von maximal möglichen 21 Millionen Stück. Bitcoins sind Files, also nichts anderes als eine Datenansammlung. Der Wert eines Bitcoins liegt alleine darin, dass Menschen darauf vertrauen, dass Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Die Online- Währung ist insoweit rein künstlich und hat daher keinen objektiven Wert, wie dies z. B. eine Goldmünze hat.

Bitcoin-Kurs

Allerdings lassen sich Bitcoins mittlerweile auch in Tauschbörsen in „echte“ Euros oder „echte“ Dollars umtauschen, so dass man tatsächlich auf Grund seines Bitcoin-Guthabens zu Gewinnen außerhalb der digitalen Welt kommen kann. Der aktuelle Wert eines Bitcoins wird wie jener von Aktien in Echtzeit nach einem mitunter sehr stark schwankenden Kurs bestimmt – somit sind auch Kursspekulationen möglich. Der Bitcoin ist eine Währung, die sich staatenunabhängig gebildet hat. Derzeit beträgt der Wert aller Bitcoins ca 4 Milliarden Dollar. Es gibt ca 120.000 Transaktionen pro Tag und weltweit 250.000 Teilnehmer am System der Bitcoins.

Vorteile

Der Vorteil und Nutzen von Bitcoins liegt in der weltweiten raschen Überweisung, welche unter einem Pseudonym und damit oft anonym abläuft. Die Anzahl der Bitcoins wird aufgrund der vorgegebenen Entwicklung ansteigen. Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, welche mittlerweile vom System der Bitcoins profitieren und profitieren wollen.

Die Vorteile von Bitcoins für Online-Shop-Betreiber und Kon­sumenten liegen auf der Hand: die Einstiegshürde ist niedrig; rela­tiv rasche, weitgehend anonyme Zahlungen, unabhängig von Ban­ken und Kreditkartenunternehmen; die Kosten pro Transaktion sind wegen des »kurzen Wegs« zwischen Händler und Konsument nied­rig, was die »Online-Währung« speziell im »Micro-Business-Bereich« attraktiv macht und bei bestimmten Kundengruppen auf Akzeptanz stößt. Die Nachteile: der BTC-Markt ist nicht (staatlich) reguliert und zum Teil intransparent. BTC-Speicherplätze sind laufend Zielscheibe für Hacker- und Trojaner-Angriffe. Der Verlust oder die Zerstörung von BTC-Datenträgern (zB am PC) ist ähnlich wie der Verlust oder die Zer­störung (zB durch Brand) von Papierscheinen klassischer Währungen zu bewerten. Gezielte Hackerangriffe können freilich das Verlust- oder sogar Insolvenzrisiko für Händler und Konsumenten und das abrupte Schließen von BTC-Börsen provozieren.

 

Weitere Informationen findest du unter https://blockchain.info

Würdest du mittels Bitcoins investieren oder online Zahlungen tätigen? Schreib uns deine Meinung in den Kommentaren! =)

 


Helgo Eberwein und Anna-Zoe Steiner (Hrsg), Bitcoins, Jan Sramek Verlag (2014)

Dr. Helgo Eberwein und Dr. Anna-Zoe Steiner sind Herausgeber von Bitcoins, Jan Sramek Verlag (2014) und studierten Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Promotion 2012 bzw. 2013). Dr. Eberwein ist als Jurist im Innenministerium tätig. Dr. Steiner ist Universitätsassistentin im Institut für Zivilrecht und am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung der Universität Wien.